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Von Bürokratie, Subventionen und Prioritäten 

Beim Besuch des Landtagsabgeordneten Dr. Timm Kern (FDP) bei Plastro Mayer in Trochtelfingen ging es um die Wettbewerbsfähigkeit im Land 

Dr. Timm Kern MdL (FDP), Geschäftsleiterin Grupp-Kofler (Plastro Mayer GmbH)

Dr. Timm Kern MdL (FDP) und Geschäftsleiterin Grupp-Kofler (Plastro Mayer GmbH, Trochtelfingen)

Zu Beginn des Gesprächs stellte Isabel Grupp-Kofler die aus ihrer Sicht zentrale unternehmerische Frage: 
„Was tun wir konkret, um die Wettbewerbsfähigkeit unseres Standorts langfristig zu sichern?“. Derjenige, dem die Frage galt, war Dr. Timm Kern, Landtagsabgeordneter der FDP und Kandidat für den Wahlkreis Hechingen-Münsingen bei der kommenden Landtagswahl. Er war zur Plastro Mayer GmbH nach Trochtelfingen gekommen, um sich mit Geschäftsleiterin Grupp-Kofler über den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg auszutauschen. 
Und Dr. Timm Kern brachte auch eine Reihe von Ideen mit, wie die Wirtschaft in Baden-Württemberg wieder zurück zu alter Stärke finden könnte: „Was sofort passieren muss ist Entbürokratisierung. Das ist ein Wort, das niemand mehr hören kann, weil alle nur darüber reden und nichts passiert. Aber wir haben als FDP sehr konkrete Vorschläge gemacht, wie z.B. die Verwaltungsreform mit der Abschaffung von zwei mittleren Verwaltungsebenen im Land. Mit der Nagelschere werden wir im Bürokratiedschungel jedenfalls nicht mehr vorankommen“.  

Isabel Grupp-Kofler machte deutlich, dass ein Übermaß an Subventionen Prozesse verlangsamen und Marktmechanismen verzerren könne. Aus Sicht der Unternehmerin seien verlässliche und international wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen – insbesondere eine spürbare Reduzierung von Steuer- und Abgabenlasten – für Unternehmen deutlich wirksamer als punktuelle Einzelmaßnahmen. Der FDP-Abgeordnete Dr. Timm Kern ergänzte: „Was Sie brauchen, ist ja vor allem Verlässlichkeit – und die haben Sie aktuell nicht mehr.“ 

Es brauche in jedem Fall einen Neuanfang in der Wirtschaftspolitik Baden-Württembergs, waren sich die Gesprächspartner einig. Isabel Grupp-Kofler verwies darauf, dass die zunehmenden Insolvenzen im Land nicht allein durch externe Krisen erklärbar seien, sondern auch strukturelle und politische Rahmenbedingungen eine Rolle spielten. Dr. Timm Kern verwies auf die aus seiner Sicht falsche Schwerpunktsetzung der grün-geführten Landesregierungen der letzten Jahre: „Wenn wir in diesem Jahr über 7 Millionen Euro für gerade einmal vier bestätigte Wölfe in Baden-Württemberg ausgeben, es gleichzeitig aber bei Bildung und Infrastruktur heißt, die Kassen seien leider leer, haben wir ein Problem mit unseren Prioritäten“. 

Abschließend formulierte Isabel Grupp-Kofler ihre Erwartungen an die Landespolitik: spürbare Entlastungen für Unternehmen – insbesondere bei Steuern und Abgaben –, ein stärkerer Fokus auf praxisnahe Bildung, auch durch eine Aufwertung des Wirtschaftsunterrichts, sowie eine größere Bereitschaft des Staates, Effizienz und Sparsamkeit auch bei sich selbst umzusetzen.