Dr. Timm Kern MdL

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Forschung und Lehre – aber praxisnah!

FDP-Landtagsabgeordneter Dr. Timm Kern besuchte das Lehr- und Forschungszentrum „Electronics & Drives“ der Hochschule Reutlingen 

Timm Kern bei der Fertigung eines Mikrochips

Zukunft braucht Ingenieure und Forschung – so könnte man den Hintergrund des Lehr- und Forschungszentrums Electronics & Drives (E&D) an der Hochschule Reutlingen kurz und knapp zusammenfassen. Welche Idee hinter dem Institut steckt, was hier geforscht und gelehrt wird und worin das E&D deutschlandweit einzigartig ist: All das erfuhr der Landtagsabgeordnete Dr. Timm Kern (FDP) bei einem Besuch des E&D von Prof. Dr.-Ing. Jürgen Scheible, Prof. Dr.-Ing. Gernot Schullerus und Prof. Dr.-Ing. Eckhard Hennig. 

Das Lehr- und Forschungszentrum wurde im Jahr 2010 gegründet. Es bestehe aus drei Säulen, wie Jürgen Scheible, Professor für Electronic Design Automation am E&D, dem Gast aus dem Landtag erklärte: „Eine Säule ist unser Masterstudiengang Leistungs- und Mikroelektronik. Die zweite Säule ist unsere Forschung in Grundlagentechnologien für die Energiewende. Und die dritte Säule ist schließlich die Kooperation mit der Industrie“. So würden sowohl die enge Verzahnung von Forschung und Lehre als auch die Nutzbarkeit der am E&D entwickelten leistungs- und mikroelektronischen Systeme in der Praxis sichergestellt. 

Aktuell arbeiten fünf Professoren, acht Forschungsmitarbeiter und drei Verwaltungskräfte an dem Institut. Pro Semester stehen 15 Studienplätze zur Verfügung, wobei etwa ein Drittel in Teilzeit neben dem Beruf studiert. Ein Alleinstellungsmerkmal des Masterstudiums sei das Projektpraktikum, so Gernot Schullerus, Professor für Antriebstechnik und Sprecher des E&D: „Wir geben den Studierenden jedes Semester einen neuen Auftrag, den sie als Entwicklungsteam innerhalb eines Jahres erfüllen müssen. So wird ein komplettes leistungs- oder mikroelektronisches System im Projektzeitraum umgesetzt“. Eckhard Hennig, Professor für integrierte Schaltungen, der dieses Praktikum leitet, ergänzt: „Dazu gehört auch der Entwurf eines Mikrochips, der gefertigt und im System verbaut wird. Das ist deutschlandweit einzigartig“. 

Dr. Timm Kern, auch hochschulpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion, zeigte sich beeindruckt von der Ausrichtung des E&D: „Viele der Herausforderungen, die wir aktuell haben, werden wir nur mit starker, technologieoffener Forschung lösen können. Technologische Entwicklung ist nicht Teil des Problems, sondern Teil der Lösung“. Gleichzeitig mahnte der FDP-Landtagsabgeordnete vor zu engen Vorschriften für die Forschung. Als Beispiel nannte er so genannte „Zivilklauseln“, die Forschung verbieten, die auch militärisch nutzbar sein kann.

Abschließend wurden Dr. Timm Kern auf einem Rundgang verschiedene Projekte gezeigt, an denen das Electronics & Drives aktuell arbeitet. Das Fazit des Abgeordneten: „Besonders beeindruckend finde ich, wie praxisorientiert das Institut arbeitet, mit dem aktiven Ziel der Nutzbarkeit in der Industrie. Solche Forschung brauchen wir in Baden-Württemberg, um unseren Industriestandort zu stärken.“