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Die Zukunft der Hochschulen und die Rolle angewandter Wissenschaften

FDP-Landtagsabgeordneter Dr. Timm Kern zu Gast bei der Hochschule Offenburg

Offenburg, 24. November 2025. Zu einem Austausch über die Zukunft der Hochschulen und die Rolle angewandter Wissenschaften trafen sich der stellvertretende Vorsitzende und hochschulpolitische Sprecher der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Dr. Timm Kern MdL, die FDP-Landtagskandidatin Ann-Kathrin Stulz (WK Offenburg) sowie studierende Mitglieder der FDP Ortenau mit Rektor Prof. Dr. Stephan Trahasch an der Hochschule Offenburg. Im Anschluss besichtigte die Delegation den Campus West, der mit dem Work-Life Robotics Institute (WLRI) ein zentrales Innovationszentrum für Robotik, Cobotik und angewandte KI beherbergt.

Professor Stephan Trahasch hob die Bedeutung der Hochschule für die Region hervor: „Rund 55.000 Arbeitsplätze in und um Offenburg hängen direkt oder indirekt an Industrie, Technik und Forschung. Kooperationen mit Unternehmen oder gestiftete Professuren sind entscheidend, um Innovation und Fachkräfte langfristig zu sichern.“ Gleichzeitig warnte er vor einer „technikskeptischen Atmosphäre“, fehlender technischer Bildung an Schulen und einem deutlichen Rückgang im Maschinenbau: „Wir brauchen wieder eine Kultur, die Technik als Chance begreift“, so Professor Stephan Trahasch.

Als strukturelle Herausforderungen nannte er unter anderem hohe Studiengebühren für internationale Studierende, die begrenzte bauliche Entwicklung der Hochschule und langjährige Sanierungsbedarfe: „Neubauten sind aufgrund restriktiver Flächenvorgaben kaum möglich, obwohl Hochschulen das nötige Know-how selbst mitbringen“, betonte der Rektor. Seine Überzeugung: „Wir brauchen kein neues Hochschulprojekt irgendwo im Land – wir müssen die bestehenden Standorte stärken.“

Dr. Timm Kern kritisierte in diesem Zusammenhang das Flächenmoratorium der grün-geführten Landesregierung, das aus seiner Sicht den Wissenschaftsstandort Baden-Württemberg beschädige. Gleichzeitig unterstrich er die Bedeutung einer technologieoffenen Hochschulpolitik: „Starke Hochschulen sind ein Motor für Innovation und Fachkräfte. Deshalb sollte die Förderung und Unterstützung für die Forschung an den Hochschulen für Angewandte Wissenschaften auch deutlich gestärkt werden. “ Die FDP setze sich daher für gleichberechtigten Zugang zu staatlichen Forschungsmitteln, steuerliche Forschungsanreize und eine Entlastung kleiner und mittlerer Unternehmen ein.

Die Besichtigung des Campus West bot Einblicke in laufende Projekte der Robotik und KI, darunter das einzige „S1-Labor“ dieser Art in Deutschland. In einem Labor der Sicherheitsstufe 1 dürfen grundlegende gentechnische bzw. bio-technische Versuche durchgeführt werden. Ann-Kathrin Stulz betonte das ausdrückliche Bekenntnis der FDP im Wahlprogramm, die bestehenden Hochschulstandorte, insbesondere im ländlichen Raum, gezielt zu unterstützen und strukturell zu fördern: „Der Austausch machte mir nochmal deutlich, wie wichtig moderne Infrastruktur, internationale Offenheit und technologieorientierte Politik für die Zukunft der Hochschule Offenburg und die gesamte Ortenau sind.“