Dr. Timm Kern MdL

Logo Dr. Timm Kern MdL

„Die Vergabeverfahren sind hochkompliziert geworden“ 

Beim Besuch des Landtagsabgeordneten Dr. Timm Kern (FDP) bei Fritz Planung GmbH in Bad Urach kamen zu strikte Regularien zur Sprache

Dr. Timm Kern MdL mit Markus Beck und Dr. Jochen Fritz (Fritz Planung GmbH)

V.r.n.l.: Geschäftsführer Dr. Jochen Fritz, Technischer Leiter Markus Beck (Fritz Planung GmbH) und der FDP-Landtagsabgeordnete auf der Baustelle des Dreiachtelkanals in Bad Urach

Haben Sie sich schon einmal überlegt, wo unsere Trinkwasserversorgung herkommt? Falls ja, sind Sie womöglich auf das Unternehmen Fritz Planung GmbH in Bad Urach gestoßen. Denn die Versorgungsinfrastruktur ist einer der Schwerpunkte des Unternehmens. Woran Fritz Planung sonst noch arbeitet und was man sich von der Landespolitik wünscht: Darum ging es beim Austausch des Landtagsabgeordneten Dr. Timm Kern (FDP) mit Geschäftsführer Dr. Jochen Fritz und dem Technischen Leiter Markus Beck. 

Fritz Planung sei vor allem in vier Bereichen tätig, erklärte Geschäftsführer Dr. Jochen Fritz: 
„Ursprünglich kommen wir aus der Trinkwasserversorgung – diesen Bereich bearbeiten wir auf der ganzen Breite, vom Grundwasserleiter bis zum Wasserhahn“. Seit Bürogründung 1951 kamen mit den Jahren weitere Felder dazu: „Heute sind wir auch in der Architektur und Tragwerksplanung, im Bereich Energie und Technik sowie in der Umweltplanung aktiv.“  

Doch es gibt auch Bereiche, die den Geschäftsführer ärgern. Dazu gehören z.B. umständliche Genehmigungen und Auflagen: „Manchmal schließen sich Auflagen unterschiedlicher Ressorts gegenseitig aus, weil alle nur ihren Bereich im Blick haben, nach ihren Verwaltungsanweisungen handeln und keiner sich traut, mit gesundem Menschenverstand zu entscheiden“. Der FDP-Landtagsabgeordnete Dr. Timm Kern verwies in diesem Zusammenhang auf den Vorschlag der Freien Demokraten, zwei Verwaltungsebenen im Land abzuschaffen: „Je mehr Ebenen es gibt, desto mehr Regularien gibt es auch. Wir brauchen eine Verwaltungsreform, die Prozesse verschlankt.“ 

Auch das Vergaberecht war Thema des Austausches. „Die Vergabeverfahren sind hochkompliziert geworden“, so Dr. Jochen Fritz. Ab einem Vergabevolumen von 100.000€ müssten mindestens drei Büros angefragt werden. „Und das, obwohl die Kommunen vor Ort selbst am besten wissen, mit wem sie gut zusammenarbeiten können“, ergänzte Markus Beck. „Wir brauchen in Baden-Württemberg endlich wieder mehr Pragmatismus, statt uns kaputt zu regulieren“, so der Appel von Dr. Timm Kern. 

Im Anschluss an den Austausch besichtigten Geschäftsführer Dr. Jochen Fritz und der FDP-Landtagsabgeordnete noch die Baustelle des Dreiachtelkanals in Bad Urach. Dieses Hochwasserschutzprojekt sei ebenfalls sehr aufwändig in der Planung gewesen, wurde Dr. Timm Kern erklärt. Unter anderem mussten Archäologen eingebunden werden, da an der Stelle die historische Stadtmauer Bad Urachs stand. Dann war kurz nach Baubeginn auch noch ein Bagger ins Bachbett der Erms eingesunken. Nun laufe aber alles nach Plan, die Fertigstellung sei für das Frühjahr 2027 geplant.