Das Dynamikranking des INSM-Bildungsmonitors 2022 sieht Baden-Württembergs Schulentwicklung der letzten 10 Jahre im Gesamtranking auf einem weit abgeschlagenen 14. Platz. Dabei belegt unser Land bei den Themen „Bildungsarmut“ und „Schulqualität“ Platz 15 und bei der „Internationalisierung“ gar Platz 16 – den letzten Platz aller Bundesländer! Laut Vera 8 erfüllen fast ein Drittel der Schülerinnen und Schüler die Mindeststandards für den mittleren Bildungsabschluss in Mathematik und rund ein Fünftel in Rechtschreibung nicht. Ausgerechnet an den Gemeinschaftsschulen schnitten die Schülerinnen und Schüler schlechter ab als vergleichbare Schülerinnen und Schüler an Haupt-, Werkreal- und Realschulen. Das ist die traurige Realität der Kretschmann’schen Bildungspolitik der letzten elf Jahre.

Anstelle sich also mit substanzlosen Werbeslogans wie „Unser Ziel ist Bildungsgerechtigkeit“ (Ziel der Landesregierung zum Kultushaushalt) oder „Wir werden in der kommenden Legislatur den Fokus auf den Ausbau der Qualität setzen“ (Koalitionsvertrag Grün-Schwarz) den Bauch zu pinseln, ist es allerhöchste Zeit, eine bildungspolitische Kehrtwende hinzulegen, die endlich die wirkliche Realität der Schulen, der Schülerinnen und Schüler in unserem Land zur Kenntnis nimmt. Ein Blick in den Rückspiegel jahrelang verfehlter Bildungspolitik sowie die aktuellen Stellungnahmen zu den Bildungsmiseren seitens der Regierung BW genügen, um die richtigen Stellschrauben zu identifizieren.

Mehr Infos:
Aussprache zur Haushaltsdebatte bzgl. des Kultushaushalts im Landtag von Baden-Württemberg: Gesetz über die Feststellung des Staatshaushaltsplans von Baden-Württemberg für die Haushaltsjahre 2023/2024.
Quelle: Live-Stream vom 15.12.2022